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+++ Absage von Frühjahrstagung 2020 +++ 

Liebe Zuchtfreunde, leider müssen auch wir unsere für den 03. Mai 2020 geplante Frühjahrstagung auf Grund
der anhaltenden COVID-19 Problematik absagen.
Bleibt nur zu hoffen, daß diese Geschichte möglichst schnell vorübergeht und wir wieder recht bald Gelegenheit
bekommen uns Alle möglichst gesund wiederzusehen.

1. Vorstand_M.Zimmer

   

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*** Taubendiebstahl ***

In der Nacht vom 02. zum 03. Februar 2020 wurde bei unserem Zfr. Rudolf Hiemer (Mauerstetten-Steinholz) gewaltsam in den Taubenstall eingebrochen und dabei der gesamte Bestand an seinen Sächs. Pfaffentauben entwendet. Insgesamt 53 Tiere in den Farbenschlägen schwarz m.w. Binden, blau m.w. Binden sowie blau-weißgeschuppt.

                        

Der Diebstahl war mit Sicherheit gezielt vorbereitet, da ausnahmslos der komplette Bestand an Pfaffentauben entwendet wurde. Da es sich durchweg um hochfeine Tiere handelt, bitten wir jeden von Euch darauf zu achten, ob evtl. in nächster Zeit irgendwo Tauben dieser Rasse angeboten werden. Jeder noch so kleine Hinweis kann wertvoll sein!
(Tel.: 08341 - 64908)


Maik Zimmer

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Bericht Gruppensonderschau Untermaxfeld 2019 

Am 14./15. Dezember 2019 fand unsere Gruppensonderschau in Untermaxfeld statt. Wir waren der schwäbischen Bezirksschau angeschlossen.Leider hatten wir keine 50er Käfige. Trotzdem, die Bedingungen für unsere Tauben waren  in Ordnung. Ein großes Lob möchte ich unseren beiden Preisrichtern Michael Gallasch und Nicolas Landthaler aussprechen. Sie haben  in der Sache hart, aber sehr fair gerichtet. Was auf der Karte stand konnte man auch selber sehen. Auch die großzügige Preisausschüttung durch die Gruppe soll hier erwähnt werden. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung.  Auch die Verpflegung durch den GZV Untermaxfeld ist lobenswert.

122 Sächsische Farbentauben wurden aus unserer Gruppe gemeldet. Ein nicht ganz zufriedenstellendes Ergebnis wenn man die Mitgliederzahl betrachtet.

Den Anfang machten die 16 Sächsischen Feldfarbentauben von Hermann Eisenschmid. Er zeigte sie in Blau, Schwarz, Gelb und Blauweißgeschuppt. Alle waren glattköpfig. Die Blauen hatten alle schönen Typ mit meist sehr guter Grundfarbe. Auch das Fußwerk gab keinen Grund zur Beanstandung. Im Rücken gedeckter, Bindensaum glatter und die Bindentrennung wurde moniert. In Schwarz war ein sehr feiner Jungtäuber zu sehen der richtig schöne Binden hatte. Im Stand könnten sie tiefer sein und die Brust voller und Idee breiter.  Schön die vier gelben Feldfarbentauben die in  Bindenlage und Latschen bestachen. In der Schwingenfarbe könnten sie noch intensiver sein. Schade, dass bei der Alttäubin durch die Schwingenkondition eine höher Note nicht möglich war. Den Abschluss bildeten 4 Blauweißgeschuppte die eine ordentliche Schuppung zeigten. Teilweise könnte die Grundfarbe und die Schuppung noch reiner sein. HV-E errang eine Jungtäubin in Blau.

4 Sächsische Weißschwänze in Rot von Bauernfeind hatten eine gute Farbe und Zeichnung, jedoch im geschlossenen Fußwerk und glattem Gefieder sowie waagerechter Haltung gab es Kritik.

10 Sächsische Pfaffentauben in Blau, Schwarz und Blaugeschuppt von Hiemer waren eine Augenweide. Schöne Figuren mit bester Grundfarbe und Bindenführung zeichnete sie aus. Teils könnten die Rosetten markanter und der Haubenkamm fester sein. Die blauen Pfaffen sollten im Stand etwas tiefer sein. Fein die Schuppungsanlage der Blaugeschuppten die nur einen Tick reiner sein könnten. Verdienter Lohn für diese Kollektion V-SV-Band auf 1,0 alt in Schwarz, sowie hv- SE auf einen jungen blaugeschuppten Täuber.

Herrlich die Qualität der 8 Storchtauben von Hiemer in Schwarz, Gelb und Rot. Sie waren durchwegs gut gezeichnet mit prima Farbe und alle hatten schönes Fußwerk mit feinen Kappen. Überragend die schwarze Jungtäubin mit V-Gedächtnisband. Herrlich auch der rote Alttäuber mit V-LVP sowie die gelbe Alttäubin mit hv-SE.

9 Sächsische Schnippen in Schwarz von Max Stadler gezeigt, hatten alle eine gute Farbe und prima Zeichnung mit roten Augenrändern. Auf eine feste und volle Haube mit richtigem Rosettensitz muss geachtet werden. Auch das Fußwerk sollte bei einigen abgerundeter sein. Fein die Jungtäubin mit V-DB  ausgezeichnet.

10 junge blaue Brüster von Albrecht mit einem wunderschönen Jungtäuber der mit V-DB ausgezeichnet wurde, das beste Tier dieser schönen Kollektion. In der Farbe und Zeichnung war kein Ausfall dabei. Auch die schon reinen Flügelschilder überzeugten. Im Rückenschluss gedeckter und Fußwerk vorne voller waren die Wünsche.  Eine feine Jungtäubin hatte leider einen Augenfehler.

Eine blauweißbindige glattköpfige Flügeltaube mit feinen Binden und schönem Typ von Dauner. Drei glattköpfig schwarzbindige Flügeltauben von Zimmer die alle tieferen Stand und mehr Brustfülle zeigen sollten. Das gleich trifft auch auf die zwei blauen ohne Binden und die drei gehämmerten aus dem gleichen Stall zu. Es fehlt die typische Sachsenform. In der Farbe und Zeichnung waren sie in Ordnung. 

10 kappig schwarze Flügeltauben von Dauner und Götzfried gezeigt hatten in einem feinen Alttäuber mit V-SVB von Dauner das Spitzentier. Aber auch die Alttäubin mit hv-E war nicht viel schlechter. Diese Tauben zeigen Typ, wunderschöne Hauben und feinen Bindenzug.  Einige könnten in den Binden reiner sein. Schön auch die Gruppe der kappig blauen Flügeltauben von Wintersberger und Dauner vorgestellt. Schöne Figuren mit feiner Grundfarbe und teils schönen Köpfen. Auch das Fußwerk konnte gefallen. Im Bindensaum glatter und Binden reiner waren die Wünsche. 3x hv-E errang Dauner auf 1,0a und 0,1 alt. Die drei gelben Flügeltauben von Dauner zeigten feine Farbe, gutes Fußwerk und schöne Bindenlage. Hv-E auf einen Jungtäuber. Die drei schwarzgeschuppten hatten kräftige Figuren mit schönen Fußwerk, jedoch sollte die Schuppung reiner sein und auch gleichmäßiger. Auch auf saubere Latschenfärbung sollte man achten. Die fünf blaugeschuppten Flügeltauben von Götzfried waren in der Grundfarbe in Ordnung. Auch die Kappen und der Typ stimmte. In der Schuppung gleichmäßiger und reiner sowie vollere Latschenfeder waren die Wünsche.

Schön anzusehen die siebzehn glattköpfigen Schildtauben in Rot und Gelb mit weißen Binden gezeigt von Reischl und Götzfried. Leider blieben 3 Käfige leer. Typ, Stand, Latschen und Bindenlage konnte gefallen. Binden reiner und Kopf gerundeter waren die Wünsche. Hv-E auf 1,0 alt in Rot und sowie V-LVP auf 0,1 jung, hv-E auf 1,0 alt in Gelb.

Werner Reischl / Zuchtwart Gruppe Süd
   

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Christian Reichenbach ist nicht mehr! -  Ein Nachruf!

 

                                                                             

In Oberlungwitz in Sachsen geboren, lernte er im elterlichen Baugeschäft  den Beruf des Maurers, baute als Jugendlicher seinen  ersten Taubenschlag. Aber nach Kriegsende zog es ihn hinaus in die Welt, arbeitete zuerst bei einem Bauern in Schleswig-Holstein als Melker. Nicht gut behandelt zog er weiter und kam beim Zirkus Hagenbeck in Hamburg als Elefanten-Pfleger unter. In dieser Zeit schrieb er schon kleine Artikel über Farbentauben in der Berliner-Taubenwelt, die er mit kindhaften Zeichnungen  versah. Die Geflügel-Börse, die von Leipzig nach München geflohen war und der Landesverbandsgrande und Züchter Sächsischer Farbentauben, Wilhelm Bremer wurden auf ihn aufmerksam und lockten Christian  nach Oberbayern. Auf Reichenbachs drängen hin rief Bremer zur Gründung eines Sondervereins für belatschte Farbentauben  auf. Reichenbach wurde Geschäftsführer, kurze Zeit später 1. Vorsitzender. (Siehe unsere Chronik)

Als nicht gelernter Journalist wurde er Chefredakteur der G-B und prägte die Geflügel-Börse über Jahrzehnte. Verfasste selbst zahllose Artikel über Tauben und andere Tiere. Das Spektrum reichte von Farbmäusen bis zum Großvieh. Viele Artikel über belatschte Farbentauben zeugen von der Liebe zu diesen Taubenrassen und wurden mit vollem Namen unterzeichnet. Schreiben unter Pseudonym war für ihn kein Thema, er stand zu dem, was er schrieb.

Ehrungen jeder Art waren ihm höchst zuwider. Der Geflügel-Börse hatte er verboten, auf seine „großen“ Geburtstage aufmerksam zu machen. Der SV der Züchter belatschter Farbentauben machte ihn zu seinem Ehrenvorsitzenden. Mir war  er ernsthaft böse, weil ich es wagte, in unserem Gruppenrundschreiben auf seinen 80. Geburtstag aufmerksam zu machen.

Vier schöne Bilder hat er der Taubenwelt hinterlassen, die alle im Nürnberger Taubenmuseum zu sehen sind. Ohne Ausbildung, nur mit Fleiß und Übung hat er es zu erstaunlicher Fertigkeit gebracht und seine Lieblinge, Flügeltauben, Schildtauben, Süddeutsche Mönche (wohl das schönste Bild) und Kingtauben gemalt. Als Praktiker konnte  er Tauben in natürlichen Bewegungen malen.
Als Kunstdruckbeilagen fanden die Motive den Weg in die Welt.

Als Taubenpreisrichter war er weltweit unterwegs, seine Richterarbeiten waren streng, gerecht und berüchtigt. Letzteres, weil er immer noch an der Arbeit war, wenn der Katalog schon gedruckt sein sollte. Seine schriftliche Bemerkung über eine zu kurze Farbentaube "so kurz wie ein Furz", brachten ihm einigen Ärger ein.  Gefälligkeitsurteile gab es bei ihm nicht. Die erniedrigensten  Bewertungen meiner Tauben gingen alle auf sein Konto.

Er war lange im Zuchtausschuss tätig, Gründungsmitglied der WPA (Internationale Hühnervögel Vereinigung). Seine Literatursammlung, die ans Taubenmuseum in Nürnberg ging, war riesig.

Als Rentner baute er 1995 auf seiner Sehnsuchtsinsel, der Taubeninsel Tinos in der griechischen Ägäis ein Haus mit Taubenschlag.  Bald nach der Gründung unserer Gruppe durften wir uns mit seinem Beitritt „schmücken“ . Für unsere Chronik schrieb er den ersten Teil der Geschichte des früheren Sondervereins und redigierte die Chronik, handschriftlich. Zur Frühjahrstagung in Gunzenhausen war er angereist, ebenso zu unserer Gruppenschau in Ulm.

Christian verstarb am 14. November in Jesenwang, im Alter von 89 Jahren. Leise und beinahe unbemerkt, für ihn typisch, fand er in Maisach/Obb. seine letzte Ruhestätte. Neben seiner Familie begleiteten ihn ganze zwei Taubenzüchter auf seinem letzten Weg.

Die Facebook – Beiträge zu seinem Tod zeugen von einer weltweiten Verehrung dieses großen Taubenmannes. Ihn als Freund gehabt zu haben, war eine große Ehre. Unsere Gruppe verliert einen Förderer und Freund. Wir werden ihn nie vergessen.

Alois Münst          

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